Restaurierung Kirche St. Johannes Baptist Nideggen
Gleichzeitig mit der Errichtung der Burg seit 1177 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Sie war wohl im Jahre 1192 fertig und war ausschließlich als Grablege für die Grafen gedacht.
Im Jahre 1219 schenkte Graf Wilhelm III. während eines Kreuzzuges die Kirche dem Deutschen Orden, der sie unter Erzbischof Engelbert I. von Köln zur Pfarrkirche erklärte und somit den allgemeinen Zugang der Gläubigen ermöglichte.
Sie gehörte ursprünglich zu Drove als Mutterkirche.
1283 wurde sie an den Johanniterorden mit dem Recht, aus ihren Reihen die Pfarrer zu bestellen, weitergegeben. Dieses Privileg bestand bis 1794 (franz. Besetzung des Rheinlandes).
Die Kirche wurde mehrmals im Laufe der Geschichte zerstört, durch Blitzschlag, feindliche Truppen, insbesondere im 30jährigen Krieg (1618 – 1648) und Erdbeben.
Nach der Eroberung von Nideggen im Jahre 1542 verfiel die Kirche fast zur Gänze, wurde zeitweise als Magazin oder Stall genutzt, aber immer wieder aufgebaut. Die Sakristei wurde erst im 15. Jhdt. hinzugefügt.
Eine grundlegende Instandsetzung erfolgte 1898 durch den Straßburger Münsterbaumeister Ludwig Arntz, der das innere Erscheinungsbild der Kirche deutlich veränderte. Durch das Einziehen eines Rippengewölbes anstelle der seit 1770 vorhandenen Flachdecke erhielt das Mittelschiff ein neues Gepräge. Gleichzeitig erfolgte auch eine bunte Bemalung des Schiffes.
Der Treppenturm mit einer Wendeltreppe in der Westecke wurde ebenfalls in dieser Zeit hinzugefügt. Besonders stark war die Zerstörung im 2. Weltkrieg.
Präsentation Kirche St. Johannes Baptist
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